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Erster Spatenstich für Bauvorhaben „Neuer Markt“

29 Nov 2014

Neun Spaten landeten am 28. November gleichzeitig im Baugrund auf dem Neuen Markt in Ingelheim und markierten damit offiziell den Baubeginn für die Kultur- und Veranstaltungshalle, das Weiterbildungszentrum sowie dem neuen Platz zwischen den beiden Neubauten. Neben Oberbürgermeister Ralf Claus und Bauherr Franz Göbel von der Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim (WBI) eröffneten auch Vertreter der Stadt sowie der planenden und ausführenden Architekturbüros mit dem ersten Spatenstich die Baustelle.

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Im Jahr 2010 beschloss der Stadtrat einen Rahmenplan zur Stadtzentrumsentwicklung zu erarbeiten. Darunter auch die Entscheidung am Neuen Markt eine Kultur- und Veranstaltungshalle mit mindestens 600 Sitzplätzen zu bauen sowie das Weiterbildungszentrum mit einem neuen Gebäude in die Stadtmitte zu holen. „Mit diesem Spatenstich gehen vier Jahre Planung der Stadtentwicklung in die weitere Umsetzung. Wir freuen uns auf ein Angebot, von dem Ingelheim profitiert, das den Standort stärkt und für Zuziehende noch attraktiver macht“, so Oberbürgermeister Ralf Claus. 

Anspruchsvolle Architektur fürs Zentrum

Rund zwei Jahre wird die Umsetzung des 61-Millionen-Euro-Projekts in Anspruch nehmen. Der Baubeginn ist für alle Bauteile gleichzeitig. Das Weiterbildungszentrum wird sich entlang der Binger Straße erstrecken und auf drei Etagen sowie zwei Gebäudeteilen Musikschule, Volkshochschule, Fridtjof-Nansen-Akademie und Jugendbildungswerk beherbergen. „Besondere Herausforderung war dem gestiegenen Platzbedarf entgegenzukommen und die Räumlichkeiten so anzuordnen, dass für keine der Einrichtungen Nachteile im täglichen Betrieb entstehen“, erklärt Franz Göbel, Geschäftsführer der WBI. Mit 5.000 m² Nutzfläche kann dieses Vorhaben jetzt realisiert werden und in der zweiten Jahreshälfte 2016 soll das Weiterbildungszentrum bezugsfertig sein. Die Eröffnung für die Kultur- und Veranstaltungshalle ist für Frühjahr 2017 geplant. Dann können in dem polyformen Solitärgebäude an der Gartenfeldstraße 200 bis zu 900 Personen bei bestuhlten Veranstaltungen Platz finden. Aufgrund ihrer flexiblen Raum- und Akustikgestaltung soll die Halle dann verschiedene kleine und große Veranstaltungsarten wie Kongresse, Konzerte und Tagungen bedienen – und mit ihrer Optik Besucher und Veranstalter begeistern. „Unser Ziel war es, eine Halle für alle mit hoher Qualität zu bauen – das zeigt nun auch die anspruchsvolle und selbstbewusste Architektur, die unserer weiteren Zentrumsentwicklung gut ansteht“, zeigt sich Oberbürgermeister Ralf Claus zufrieden. Entworfen hat die Gebäude das Architekturbüro Lieb+Lieb Architekten BDA, die nun vom Büro Schwinde Architekten aus München umgesetzt werden. Auch ein Umbau des Verkehrsraums Gartenfeld- und Binger Straße wird in diesem Rahmen durchgeführt. Dieser soll zum gleichen Zeitpunkt wie der Neue Markt fertiggestellt sein. Dafür sind in den kommenden zwei Jahren auch Straßen- und Gehwegssperrungen notwendig.

Ausschreibungen und Bauabschnitte alle geplant

Die Aufträge für die Erdarbeiten und die Geothermie sind bereits vergeben. Der Rohbau wird noch Ende des Jahres ausgeschrieben, Technische Gewerke und Fassade folgen Anfang 2015. Bis zum dritten Quartal sollen alle Gewerke ausgeschrieben sein, wovon 80 Prozent in einem europaweiten Verfahren gesucht werden. „Wir hoffen natürlich, dass bei den Ausschreibungen auch das ein oder andere Unternehmen aus der Region mit dabei sein wird, damit wir mit Teilen der Investition auch die Bauwirtschaft vor Ort stärken können“, so Projektleiterin Iris Bassauer-Han von der WBI. Die Bauarbeiten erfolgen in verschiedenen Bauabschnitten, beginnend mit der Baugrube. Dem folgen Rohbau, Gebäudehülle, Ausbau, die Außenanlage sowie Abnahme und Inbetriebnahme.

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